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Die Zahlen über den Energieverbrauch der Deutschen machen Hoffnung. Hochgerechnet wird der Verbrauch primärer Energieträger im Jahr 2014 um 5% gegenüber dem Vorjahr fallen. Der Wert des deutschlandweiten Energieverbrauchs wäre damit so niedrig, wie seit der Wiedervereinigung 1990 nicht mehr. Außerdem ist der Anteil verbrauchter erneuerbarer Energien um 1,6% angestiegen, wohingegen der Verbrauch von Kernenergie (- 1,2%), Braunkohle (- 3,3%) und Steinkohle (-9,3%) zurückging. Beide Meldungen kommen für die Bundesregierung zu einem günstigen Augenblick, da bei einer aktuellen Umfrage 75% der Deutschen ein stärkeres Engagement der Regierung in Sachen Klimaschutz forderten. Es stellt sich jedoch die Frage, wie es zum positiven Rückgang des Energieverbrauchs kommen konnte.

Innovative Wirtschaft arbeitet mit

Die Umkehr beim Energieverbrauch verdanken wir größtenteils der innovativen deutschen Wirtschaft. Immer mehr Produzenten von energieintensiven Maschinen und Geräten setzen auf die Entwicklung umweltschonender Produkte. Die Einführung der Effizienzklassen A+++ bis G war ein großer Fortschritt. Der langsam stattfindende Austausch alter Kühlschränke, Waschmaschinen oder Backöfen spart viele Energie und somit auch CO2. Ebenfalls können in diesem Zusammenhang die effizienten Bauweisen von neuen Häusern genannt werden. Wärmepumpen, neue Generationen der Isolierung oder Brennwertheizungen sind wahre Wundermittel gegen eine Verschwendung von Heizenergie. Doch auch gesetzliche Vorschriften fördern die Einsparung von Energien. Vielen Verbrauchern sind die ausgiebigen Diskussionen um Energiesparlampen und Dämmverordnungen noch im Kopf, doch steckt letztendlich hinter aller Bevormundung die Senkung des Energieverbrauchs. Bei allen positiven Elementen darf aber nicht vergessen werden, dass die Energiebilanz 2014 durch ein auffällig mildes Wetter ein wenig geschönt ist.

Steigenden Energiekosten verändern Verbraucherverhalten

Es ist nicht abzustreiten, dass die Energiekosten in den letzten Jahren deutlich angestiegen sind. Da sich viele Verbraucher die hohen Kosten nicht mehr leisten können, findet langsam eine Veränderung im Verbraucherverhalten statt. Die deutschen Haushalte sparen Energie mittlerweile aus Eigeninteresse, damit sie das Geld anderweitig einsetzen können. Hier lassen sich einige einfache Beispiele nennen, wie Energie problemlos und ohne Einschränkungen für den täglichen Alltag eingespart werden kann. In erster Linie sind natürlich die Kosten für nicht benötigte Räume zu erwähnen. Eine Beleuchtung oder Erwärmung von nicht genutzten Räumen im Haus ist ein hohes Maß an Energievergeudung, die auf jeden Fall verhindert werden sollte. Weitere Tricks zum Energiesparen sind die Abschaltung von Stand-by-Funktionen, die Nutzung von Wasserkochern statt der Herdplatte und das Stoßlüften anstelle von Kippfunktionen. Energiesparen wird mehr und mehr zum Volkssport, was sich erfreulicherweise in der Energiebilanz der Deutschen positiv erkennen lässt.