Das Ende der Glühlampe ist nah: Da sie nur fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht umwandeln kann und somit höchstens die Energieeffizienzklasse D erreicht, dürfen entsprechende Produkte schon seit dem 01. September 2012 nicht mehr hergestellt und vertrieben werden. Unter das Glühlampenverbot der EU (Verordnung 244/2009) fallen ab September 2016 auch Halogenlampen mit der Energieeffizienzklasse C. Für Verbraucher wird es daher Zeit, sich nach einer geeigneten Alternative umzusehen.

Der Siegeszug der Glühlampe

Die Entwicklung der klassischen Glühlampe ist dem US-amerikanischen Unternehmer Thomas Alva Edison zuzuschreiben: Der ideenreiche Mann, der im Laufe seines Lebens 1.093 eigene Patente einreichte, präsentierte der Welt am 21. Oktober 1879 einen evakuierten Glaskolben, in dessen Inneren ein Kohlefaden glühte. Er erlosch nach mehr als 40 Stunden Dauerbetrieb – und sicherte seinem Erfinder somit das bedeutende Basispatent, welches am 27. Januar 1880 unter der Nummer 223898 ausgestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war das Prinzip der Glühlampe jedoch alles andere als neu. Vor Edison hatten schon andere Tüftler versucht, einen leitenden Draht oder Faden mithilfe des elektrischen Stromes inmitten eines luftleeren Glaskörpers zum Leuchten zu bringen. Zu ihnen zählten der Engländer Frederick de Moleyn und der Physiker Joseph Wilson Swan. Väter der Glühlampe gibt es also viele. Eine dauerhaft funktionierende Birne mit akzeptablem Stromverbrauch konnte jedoch nur Edison herstellen. Er entwickelte das elektrische Licht bis zur Marktreife fort und band es in ein gelungenes Gesamtkonzept ein.

Die Glühlampe und ihre Alternativen

Ebenso wie bei der Sonne handelt es sich bei der Glühlampe um einen Temperaturstrahler: Sie gibt den größten Teil der eingesetzten Energie in Form von Wärme ab. Die in ihrem Inneren befestigte Glühwendel wird durch ständigen Stromfluss so stark erhitzt, dass sie zu Glühen beginnt. Dabei wird ein kontinuierliches Spektrum elektromagnetischer Wellen ausgesandt, deren Länge sich mit zunehmender Hitze von Rot nach Blau verkürzt.

Die Lichtausbeute herkömmlicher Glühbirnen beginnt bei zehn Lumen pro Watt (lm/W) und kann durch eine Erhöhung der Temperatur auf deutlich mehr als 20 lm/W gesteigert werden. Da dies jedoch mit einer starken Verkürzung der Lebensdauer einhergeht, werden für den alltäglichen Gebrauch bestimmte Produkte zumeist auf eine Lichtausbeute von 15 lm/W beschränkt. Sie können derzeit noch für rund 1.000 Betriebsstunden genutzt werden.

Halogenlampen ähneln klassischen Glühlampen in ihrer Funktion, enthalten allerdings zusätzliche Halogene. Hierbei handelt es sich in der Regel um Brom oder Jod. Da es im Inneren des winzigen Glaskolbens sehr heiß wird, kann die Betriebstemperatur des Glühdrahts deutlich gesteigert werden. Dies wirkt sich in einer höheren Lichtausbeute (rund 20 lm/W) und einer um etwa 20 bis 30 Prozent besseren Energieeffizienz aus. Die Lebensdauer der Halogenlampen liegt – in Abhängigkeit von der Qualität – bei 1.500 bis 4.000 Stunden.

Energiesparlampen basieren auf einem anderen Prinzip als die eben genannten Leuchtmittel: In der fluoreszierenden Kompaktleuchtstofflampe emittiert Quecksilber ein unsichtbares UV-Licht, das mithilfe von Phosphor in sichtbares Licht umgewandelt wird. Im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen arbeiten Energiesparlampen circa 80 Prozent effizienter. Ihre volle Leuchtkraft entfalten sie jedoch nicht gleich. Mit einer Lichtausbeute von etwa 55 lm/W können Sparlampen für 15.000 bis 20.000 Betriebsstunden genutzt werden. Energiesparlampen sind auch gar nicht teuer, wenn man die Lebensdauer mit der Glühbirne vergleich. Viele Shops, wie auch schnebe.de oder idealo.de haben sie im Sortiment

Als beste Alternative zu Glühlampen gelten nach Ansicht von Experten jedoch LEDs. Hierbei handelt es sich um winzig kleine Kristalle, die unter Strom Licht aussenden und dabei rund 90 Prozent effizienter arbeiten als die herkömmliche Glühwendel. LED-Lampen halten bis zu 50.000 Stunden und erreichen bei gleicher Wattzahl eine zehn Mal höhere Lichtausbeute.